Körperorientierte Psychotherapie • Atem- und Körperarbeit

Mit dem Körper die Seele heilen


„Steigerung des Luxus: Eigenes Auto, eigene Villa, eigene Meinung.“

(Wieslaw Brudzinsk)

Klientenmeinungen

Vorbemerkung: Bei den hier aufgelisteten Schilderungen handelt es sich um individuelle Meinungsberichte. Sie werden hier aufgeführt, um einen Eindruck davon zu geben, welche Erfahrungen gemacht wurden.
Es gibt keine wissenschaftliche Belege dafür, inwieweit die Körperarbeit/Körperpsychotherapie wirksam ist. Es kann durchaus sein, dass sich ein Zustand oder Problem durch die Körperarbeit/Körperpsychotherapie nicht verbessert und z.B. die Arbeit ins Leere läuft. Der Veröffentlichung der Texte oder Textauszüge liegt die ausdrückliche Erlaubnis des jeweiligen Verfassers zugrunde.
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Schlaflosigkeit und Ängste

Nach vier langen schlaflosen Wochen und völlig verzweifelt begab ich mich vor drei Jahren in die Skan-Körperarbeit ohne zu wissen, was mich erwartet. Nach der Stunde konnte ich wieder schlafen. Nach weiteren fünf Stunden Körperpsychotherapie vibrierte mein ganzer Körper und ich fühlte vom Zentrum meines Körpers ausgehend ein Selbstvertrauen, das meine Ängste ganz klein werden ließ. In den Jahren zuvor beschäftigte ich mich theoretisch mit Entspannung, gewaltfreier Kommunikation und der Frage wie man Angst loslassen kann, ohne in meinem Leben eine nennenswerte Veränderung zu spüren. Plötzlich konnte ich in meinen Beziehungen ganz natürlich gewaltfrei kommunizieren, konnte meine Bedürfnisse mitteilen und so meine Grenzen wahren. Meine wissenschaftliche Arbeit wurde nicht mehr durch die Angst, nicht gut genug zu sein, bestimmt, sondern durch Lust am Denken, Recherchieren und Schreiben. Nach einem Dreivierteljahr wurde ich mit meinem Partner ungeplant schwanger, obwohl mir etwa zwei Jahre zuvor von ärztlicher Seite geraten wurde, mir aufgrund von Eierstockverklebungen keine Hoffnungen auf Nachwuchs zu machen. Natürlich kann es einfach Glück gewesen sein. Aber mir erschien es sehr schlüssig, dass das Glück sich in einem lebendigen Körper niederlässt.

Schwangerschaft

Rückblickend empfinde ich die Stunden in der Skan-Körperarbeit während der Schwangerschaft als die beste Geburtsvorbereitung. Das intensive Gefühl für meinen Körper und das Erkennen meiner Bedürfnisse war mir während der Geburt eine so große Hilfe, dass ich die komplette Geburt in mir selbst versunken tönend verbrachte und mich dabei unglaublich stark und ruhig fühlte.

Geburtskomplikationen und Traumabewältigung

Drei Stunden nach der Geburt meines Kindes hatte ich schwere Komplikationen und fiel mit einer sehr seltenen Erkrankung ins Koma. Ich hatte ein postpartales fulminantes HELLP-Syndrom, welches hohen Blutdruck, Leberversagen und eine Blutgerinnungsstörung auslöste. Dies führte zu drei aufeinander folgenden Schlaganfällen. Mit wahnsinnig viel Glück und dank großartiger menschlicher und ärztlicher Schutzengel um mich herum wachte ich nach fünf Tagen wieder aus dem Koma auf und durfte ein neues Leben mit meiner kleinen Familie beginnen. Das ist nun ein Jahr her. In diesem Jahr habe ich dank großartiger Unterstützung, die ich durch die Körperarbeit erfahren durfte, zurück ins Leben gefunden. Es lässt sich schwer beschreiben, was ein kurzer Tod und die Rückkehr ins Leben mit der Seele macht. Doch es ist viel und kaum mit anderen teilbar, vor allem, weil Sprache in diesem Gebiet versagt. In Einzelsitzungen fand meine Todesangst und mein Schmerz Ausdruck und so hatte ich wieder mehr Raum für Liebe und Freude im Leben mit meinem kleinen Sohn und meinem Partner. Es war ein langer Prozess und ein ständiges Auf und Ab, in dem mich Matthias geduldig und stets voller Vertrauen begleitete. In der Jahresgruppe genoss ich das Gefühl lebendig zu sein in all seinen Facetten und hatte so die Möglichkeit noch einmal in die tiefsten Tiefen meines Schmerzes vorzudringen. Inzwischen kann ich das Leben mit sehr viel Liebe und Dankbarkeit leben. Ich kann nach fast einem Jahr der Schlaflosigkeit nach dem Koma aufgrund von Ängsten und Schmerz wieder tief und fest schlafen. Ich kann wütend sein und es auch ausdrücken, ich kann mit jeder Faser meines Seins lieben. Das alles macht es mir möglich, meinen Sohn mit Liebe und Vertrauen im Aufwachsen zu begleiten.“

Gruppenarbeit

Als ich mich entschloss, an der Skan-Körperarbeitsgruppe teilzunehmen, fühlte ich mich eigentlich recht gut. Da die Körperarbeit in Einzelsitzungen bei mir so tiefgreifende Veränderungen bewirkt hat, war ich neugierig auf die Gruppenerfahrung, rechnete aber nicht mit großen Veränderungen.
Weit gefehlt! Der Gruppe entgeht nichts - keine noch so versteckte Angst, kein noch so unerwünschter Schmerz blieb ungefühlt. Der geschützte Raum, in dem sich jede/r Einzelne ganz öffnen darf und angenommen wird, bietet die seltene Möglichkeit, sich Menschen, die man zuvor nicht kannte, zu öffnen und sich so zu zeigen, wie man wirklich ist. Dieses wirkliche Sein ist so vielfältig und besteht aus allen Gefühlen in ihrer vollen Intensität. Mich als Mensch mit allen, auch den gesellschaftlich negativ konnotierten, Gefühlen zu zeigen, bedeutet auch, diese Gefühle ernst zu nehmen und sie in mein tägliches Leben zu integrieren. Dadurch wurde das Leben und die Gefühle für mich flüssiger - ich brauchte nicht mehr lange auf meiner Wut herumkauen, bis ich krank wurde. Ich verlor auch die Angst vor dem Schmerz indem ich realisierte, dass der Schmerz umso mehr schmerzt, wenn ich ihn nicht ausdrücke, ihm keinen Raum gebe, da sein zu dürfen. Ich erfuhr, wie gesund es ist, der Trauer, den Schmerzen gerade auch in einer Gruppe Ausdruck zu verleihen. Zu erfahren, dass man nicht alleine ist mit den eigenen Gefühlen, ist unglaublich heilsam. Den eigenen Tränen mit anderen freien Lauf zu lassen, egal wie lange es dauert und egal, wie schlimm man sich dabei fühlt, scheint mir der einzige Weg zu mehr Freude und Liebe im Leben. Denn je tiefer der Schmerz, den ich mit Unterstützung der Gruppe und Matthias durchfühlte, desto tiefer auch die Liebe für das Leben, die ich danach fühlte. Die Intensität dieser Erfahrung schien mir nur in der Gruppe so möglich, denn die Intimität der Einzelsitzungen wird erweitert auf vorerst fremde Menschen, denen man sich öffnet und die sich öffnen. Und plötzlich stellt man fest - wir haben alle irgendwo diesen lebendigen, liebevollen und liebesbedürftigen Kern - wir sind irgendwie aus demselben Holz geschnitzt, egal wie unterschiedlich wir sind.

Doktorandin, 31 Jahre

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"Jetzt mache ich seit anderthalb Jahren die Skan-Körperarbeit/Körperpsychotherapie in Einzelsitzungen und in der Gruppe, nachdem ich zuvor schon Erfahrung mit einigen anderen Therapien gesammelt habe. Es bleibt zu sagen: Matthias ist bisher der einzige Therapeut, der sich nicht in meine Stories verwickeln lässt, sondern immer sofort zum Wesentlichen zurückkehrt. Die Klarheit, mit der er das tut, die geringe Projektionsfläche, die er bietet, und die Präzision, mit der er  Berührungen einsetzt, die den ganzen Körper in Bewegung und die Panzerung ins Wanken bringen, sind etwas ganz Besonderes.

In der Zeit mit der Skan-Körperarbeit habe ich gelernt, meinen Gefühlen und Körperimpulsen mehr zu vertrauen, mehr Dinge (und Ablehnung) zu riskieren, mich verletzlicher und offener zu zeigen und intuitiver zu agieren. So nähere ich mich nach Jahren als unnahbarer Einzelkämpfer endlich wieder meiner tiefen Sehnsucht nach Verbundenheit und Zugehörigkeit in der Gemeinschaft - eine Entwicklung die abwechselnd beängstigend, überwältigend und wunderschön ist.
 

Die Skan-Jahresgruppe hat mit ihrem Angebot unmittelbaren, authentischen und oft auch herausfordernden Kontakts dafür die Tür geöffnet. Denn hier kann und darf ich alles durchleben und ausdrücken: Wunsch nach Dazugehören, Angst vor Ablehnung, selbstgewählte Abgrenzung, Wut, Trauer, Verlassenheitsgefühle, Rückkehr in die Gruppe, Wahrgenommen- und Akzeptiert-Werden und vieles mehr. Bei Matthias fühle ich mich dabei in guter Begleitung."

Software-Entwickler, 27 Jahre
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